Trinationaler Kongress in Wien: Posterauszeichnungen für Dorin Ritzmann und Maja Dal Cero

Dorin Ritzmann und Maja Dal Cero neben Heribert Pittner, Tagungsleiter, bei der Posterprämierung

Die Schweizer Delegation verschaffte sich am tetranationalen Kongress in Wien vom 31. Mai bis 2. Juni Respekt und Anerkennung: Nicht nur überzeugten die Schweizer Referierenden mit guten Referaten (siehe Tagungsbericht) – auch bei den Postern sorgte sie für Aufmerksamkeit. Zwei der drei Posterpreise gingen in die Schweiz und zwar an VeretreterInnen der SMGP: Dorin Ritzmann war fast die einzige, die sich mit einer klinischen Fragestellung beschäftigte und zwar mit der „Phytotherapeutische Behandlung der Portio-Dysplasie“. Sie hatte darüber schon an der letzten schweizerischen Jahrestagung für Phytotherapie (ausführliche Unterlagen im Tagungsband) berichtet und nutzte die Gelegenheit, ihre überzeugenden Daten aus der eigenen Praxis weiter bekannt zu machen. Die lokale Behandlung besteht aus zwei Vaginalovula nach eigener Rezeptur pro Woche, enthaltend Urtinkturen von Taxus brevifolia folium und Cupressus sempervirens folium, bei HSIL zusätzlich 4% Imiquimod. Maja Dal Cero präsentierte eine Arbeit zur Anwendungstradition von Arzneipflanzen in Europa unter dem Titel „Wie verändern sich Arzneipflanzenanwendungen im Laufe der Zeit?“. Das Thema ist im Zeitalter der Diskussionen um „Traditional Use“ brandaktuell und überzeugte auch die Jury. Dal Cero bilanzierte, dass sich die Anwendungen im Bereich Dermatologie und Magen/Darm im Lauf der Zeit nur wenig verandert haben und dass die aktuellen Monographien von ESCOP und HMPC nur einen kleinen Teil des volksheilkundlichen Wissens wiederspiegeln.

Poster Dorin Ritzmann als pdf
Poster Maja Dal Cero als pdf


Dorin Ritzmann vor dem preisgekrönten Poster