Herbadonna-Workshop mit starken Statements

Der Herbadonna-Winterworkshop vom 8. November 2018 hat wiederum viele interessierte ÄrztInnen, ApothekerInnen und TherapeutInnen angezogen. Am Vormittag erklärte Dr. med. Marion Ombelli, Frauenärztin in Neuchâtel, eindrücklich die Zusammenhänge von Verdauungsproblemen und gynäkologischen Beschwerden. Sie legte vor allem den Augenmerk darauf, dass nicht auf eine einzelne "Problem-"Schleimhaut (z.B. bei Endometriose) fokussiert werden soll, sondern dass immer alle Schleimhäute in die Betrachtung und Therapie miteinbezogen werden müssen. Es geht einmal mehr darum, Beschwerden und Krankheiten ganzheitlich und grundlegend anzugehen. Das A und O ist daher auch die Ernährung und die einfache Formel lautet Zucker weitgehend meiden und keine industriell hergestellte Lebensmittel zu sich nehmen.

Frau Professor Dr. med. Annette Kuhn, Urogynäkologin im Inselspital Bern, diskutierte am Nachmittag die Behandlungsoptionen von Blasenbeschwerden und Harnwegsinfekten, mit dem Ziel Antibiotika weitestgehend zu vermeiden. Ihr klares Statement lautete dann auch: Es braucht Alternativen zu den Antibiotika! Es war für alle Teilnehmenden erfreulich zu hören, dass ein Umdenken in der Medizin stattfindet und dass das Potential der Arzneipflanzen auch in den Spitälern wahrgenommen wird.

Das Netzwerk Herbadonna (www.herbadonna.ch) ist nun seit 15 Jahren unterwegs und wird auch im 2019 vier hochinteressante Workshops anbieten, um die Phytotherapie in der Gynäkologie fester zu verankern. Die Termine werden demnächst bekanntgegeben.