Kurs 1 (Grundkurs) vom 23. - 25. Mai 2019: Erlebnistage Phytotherapie
Kurs ausgebucht

Verantwortlich für Programm und Inhalt: Ausbildungskommission SMGP
Medizin: Prof. Dr. med. Reinhard Saller, Universität Zürich
Peter Frey, med. pract., Samstagern
Dr. med. Gernod Hoffmann, Weinfelden (Vertreter SGAIM)
Dr. med. Lucien Simmen, Brugg (Vertreter SGP)
Pharmazie: Prof. Dr. sc. nat. Beat Meier, Brütten
Dr. sc. nat. Beatrix Falch, Zürich
Veterinärmedizin: Dr. med. vet. Michael Walkenhorst, Frick
Kursleitung: Prof. Dr. sc. nat. Beat Meier, Brütten/Wädenswil
Dr. sc. nat. Beatrix Falch, Zürich/Wädenswil
Dr. med. vet. Michael Walkenhorst
Kursort: Hotel Bellevue-Terminus, Bahnhofstrasse 10, 6390 Engelberg,
Tel 041 639 68 68, E-Mail



Ausbildungsziele gemäss "Fähigkeitsprogramm Phytotherapie (SMGP)"

Lernziele:
Kenntnisse über die für ÄrztInnen, VeterinärmedizinerInnen und für ApothekerInnen wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur, d.h. deren Botanik sowie deren Wirkungsweise. Befähigung, die wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur wieder zu erkennen und unter Berücksichtigung des Artenschutzes (Nachhaltigkeit) diese zu sammeln und zu verarbeiten. Kennen von grundlegenden analytische Methoden/Prinzipien in der Phytotherapie (z.B. Standardisierung). Erlernen der Herstellung von in der Phytotherapie wichtigen galenischen Formen. Beherrschen des Rezeptierens von pflanzlichen Arzneimitteln und die Versicherungsleistungen durch die Krankenkassen sowie Listeneinteilung der pflanzlichen Arzneimittel kennen. Befähigung ein eigenes phytotherapeutisches Grundsortiment zusammenzustellen.

Lerninhalt:
Die wichtigsten Arzneipflanzen in der Natur erkennen; nachhaltige Sammeltechnik; sekundäre Stoffwechselprodukte von Pflanzen; Verarbeitung/Zubereitungen von Arzneipflanzen sowie deren Wirkungsweise und Anwendungsgebiete; Definition pflanzliche Heilmittel; Herstellung der in der Phytotherapie wichtigen galenischen Formen; Stellung der Phytotherapie im gesamten therapeutischen Konzept; Darstellung verschiedener Zugänge zur Phytotherapie (darunter obligatorisch die naturwissenschaftlich-analytische – EBM – sowie die traditionell-europäisch-naturheilkundliche); formelle/rechtliche Grundlage zur korrekten Durchführung der Phytotherapie in der Praxis (Listen-Einteilung der pflanzlichen Arzneimittel, ALT; Rezeptieren, Leistungen der Versicherungen).

Anreise:
Am Vorabend oder am Donnerstag. Bahnverbindung ab Luzern:
Luzern ab um 08.06 Uhr oder 09.06 Uhr. Engelberg an 08.53 oder 09.53 Uhr
(Fahrplanänderungen vorbehalten). Das Hotel befindet sich direkt beim Bahnhof. Anreise per Bahn empfohlen, es stehen jedoch auch Parkplätze zur Verfügung.

Programm
Zeit Thema ReferentIn
Donnerstag
23.05.2019
Grundlagen der Phytotherapie im Hinblick auf ein Grundsortiment. Die Arzneipflanze: Botanik, Qualität, Anwendung, Tradition, Literatur
10.30-11.00 Begrüssung und Vorstellung Teilnehmende und Kursleitung alle
11.00-11.45 Phytotherapie zwischen Tradition und Evidence Based Medicine B. Meier
11.45-12.30 Grundlegende Aspekte der Phytotherapie. Wege zum Grundsortiment. R. Saller
12.45-13.45 Mittagessen
14.15-18.15 Pharmakobotanische Exkursion
Studium ausgewählter Arzneipflanzen des Grundsortiments
(ca. 20) an ihrem natürlichen Standort. Inhaltsstoffe. Anwendung. Möglichkeiten und Grenzen von eigenen Zubereitungen aus frischen Pflanzen. Sammeltechniken. Toxikologie. Erfahrungsaustausch. Wanderschuhe, Regenschutz empfohlen. Getränke, eventuell etwas Früchte mitnehmen
B. Meier
B. Falch
U. Biegel
H. Ayrle
19.00-20.00 Nachtessen
20.30-22.00 Bücher- und Medienmarkt
Teilnehmende und Referierende präsentieren ihre Informationsquellen.

oder bei Interesse
Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe - eine Einführung
Moderation:
B. Meier
U. Biegel
H. Ayrle

B. Falch

11.45-12.30
Parallelprogramm Veterinärmedizin
Einführung in die Veterinärphytotherapie

U. Biegel
H. Ayrle
Freitag
24.05.2019
Qualität und Herstellung pflanzlicher Arzneimittel, Kooperation ÄrztInnen/ ApothekerInnen, Rezeptieren, Phytotherapie in der Sozialversicherung
08.30-09.15 Die pharmazeutische Verarbeitung von Arzneipflanzen
Ausgangsmaterial, Herstellprozess, Perkolation, Mazeration, Qualität.
S. Bauer
09.15-10.00 Pflanzliche Arzneimittel:
Definitionen, Grundlagen, Begriffe, Regulatorien
Droge-/Extraktverhältnis, Dosierungen, Monographien: Europäische Pharmakopöe, HMPC, ESCOP.
B. Meier
10.30-12.15 Die Kunst des Rezeptierens und der Herstellung kleiner Mengen
Gesetzliche Ausgangslage Magistralrezepturen, Herstellung kleiner Mengen, Grundlagen für Dermatica und Suppositorien, Rezeptieren und Taxieren mit ALT, GMP, Dokumentation, Lagerhaltung, Zusammenarbeit
B. Falch
12.30-14.00 Mittagessen/Mittagspause
14.15-16.45 Die pharmazeutische Verarbeitung von Arzneipflanzen in der Praxis
Demonstrationen zu den Themen vom Morgen: Extraktion, Verarbeitung von Extrakten, Analytik
Mitarbeiterinnen von Herbamed: R. Zech, Irma Hänni
17.15-18.30 Phytotherapie in der Hausarztpraxis
Erfahrungen einer Absolventin des Fähigkeitsprogramms Phytotherapie (SMGP)
G. Hoffmann
19.00 Nachtessen
20.30-21.45 Ein neues Instrument zur Therapiekontrolle und für die Zertifikatsarbeit: Die HERBIE-Datenbank S. Lorch
Phytotherapie im Umfeld des Krankenversicherungsgesetzes
Fort- und Weiterbildung, modularer Ausbildungszyklus, Abrechnung mit Sozialversicherungen. Fähigkeitsausweis Phytotherapie SMGP/FMH und FPH, Zertifikat SMGP
B. Meier

10.30-12.15
17.15-18.30
und
20.45-22.00
Parallelprogramm Veterinärmedizin
Rechtliche Situation Veterinärphytotherapie
Grundlagen der Phytotherapie für die Veterinärmedizin:
Wie finde ich einen Einstieg in die Phytotherapie? Wie stelle ich mir ein Grundsortiment zusammen? Welche Tools können mir in der Praxis helfen? Welche Erkrankungen bieten sich für eine phytotherapeutische Behandlung an?

U. Biegel
H. Ayrle
Samstag
25.05.2019
Anwendungspraxis
08.30-09.45 Mein Zugang zur Phytotherapie P. Frey

08.30-09.45
Parallelprogramm Veterinärmedizin
Grundlagen für die Veterinärmedizin
Fortsetzung vom Freitag sowie Fallbesprechungen
(bitte bringen Sie gerne eigene Fälle/Fragen mit)

U. Biegel
H. Ayrle
10.00-11.00 Gruppen- oder Einzelarbeit: (Änderungen vorbehalten)
Thema 1: Fallbeispiele aus der Hausarztpraxis
Thema 2: Praktische Arbeiten mit Datenbank
Thema 3: Mein Grundsortiment ab Montag

Thema 4: Rezeptieren
Thema 5: Veterinärmedizin

P. Frey
S. Lorch
R. Saller
G. Hoffmann
B. Falch
U.Biegel/H.Ayrle
11.15-12.15 Präsentation und Auswertung der Gruppenarbeiten Moderation
B. Meier
12.15-12.30 Schlussdiskussion B. Meier
R. Saller
B. Falch
U.Biegel/H.Ayrle
danach Lunchbuffet mit Käse, Aufschnitt, Salat, Getränke. Eilige können sich für die Verpflegung unterwegs ein Sandwich zubereiten.

Rückreise:
Engelberg ab 13:00/14:00 alle Stunden, Luzern an 13.54/14.54 etc.

Credits
SGAIM, SGGG, SGPP, SGP und weitere Ärztegesellschaften: Im Rahmen der erweiterten Fortbildung
GST (Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte): 5 Bildungspunkte.
FPH: 125 Credits; ID-Nr: 1-1015858-2-2019-P125.00
SMGP: Fähigkeitsprogramm Phytotherapie (SMGP) gemäss Reglement: Modul 1, 20 Stunden
Für Weiterbildung und Rezertifizierung ist der Kurs nicht vorgesehen (ausser Referierende)
Andere Gesellschaften gemäss deren Richtlinien.

Referenten/Referentinnen
Hannah Ayrle, Dr. med. vet., Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Frick, E-Mail
Ulrike Biegel, Dr. med. vet., Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Frick, E-Mail
Stefan Bauer, Bioforce AG, Roggwil, E-Mail
Beatrix Falch, Dr. sc. nat., Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Wädenswil, E-Mail
Peter Frey, med. pract., Samstagern, E-Mail
Gernod Hoffmann, Dr.med., Weinfelden E-Mail
Sabine Lorch, Zürich, E-Mail
Beat Meier, Prof. Dr., Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Wädenswil, E-Mail
Reinhard Saller, Prof. Dr. med., Zürich, E-Mail
Mitarbeitende, Herbamed AG, Bühler, E-Mail

Sponsoren
Bioforce AG, Roggwil
Dixa AG, St. Gallen
Herbamed AG, Bühler
Zeller Medical AG, Romanshorn
Vifor Pharma, Villars-sur-Glâne

Sektretariat/Administration
Frau Rachel Urenda, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Postfach, 8820 Wädenswil, E-Mail / Telefon 058 934 59 80 / Fax 058 934 50 01
Anmeldung vorzugsweise über www.smgp.ch oder per E-Mail/schriftlich an obige Adresse unter Angabe von Namen, vollständiger Adresse, Status Mitgliedschaft, Beruf sowie Telefon / E-Mail.

Kosten:
Mitglieder SFr. 600.--
Studierende der Pharmazie und Medizin SFr. 200.--
Nichtmitglieder SFr. 850.--
Die Rechnungsstellung erfolgt nach der schriftlichen Anmeldung.
Hotelkosten betragen inklusive Verpflegung (Kaffee/Gipfeli zum Empfang, Frühstück, Mittagessen Do/Fr und Lunch oder Lunchpaket am Sa, Abendessen Do/Fr, Früchte und Wasser als Zwischenverpflegung. Weitere Getränke gehen auf Rechnung)
EZ/Dusche für 2 Nächte 520.00 SFr./ für 3 Nächte 660.00 SFr.
DZ/Dusche für 2 Nächte 440.00 SFr./ für 3 Nächte 540.00 SFr. (jeweils pro Person).
Bei drei Nächten: Nachtessen am Mittwoch nicht inbegriffen.
Für diejenigen, die nicht im Hotel übernachten:
240.00 SFr. für 2x Nachtessen mit Kaffee, 2x Mittagessen mit Kaffee, Lunch am Sa, Kaffee/Gipfeli zum Empfang, Früchte und Wasser als Zwischenverpflegung sowie Raumbenutzung.
170.00 SFr. für 2x Mittagessen, Lunch am Sa, Kaffee/Gipfeli zum Empfang, Früchte und Wasser als Zwischenverpflegung sowie Raumbenutzung.
Bei allen Mahlzeiten Wasser auf dem Tisch. Kaffee oder Tee zum Dessert. Andere Getränke werden separat verrechnet.
Mindestarrangement ist 2x Mittagessen.
Unterkunft und Verpflegung bezahlen die Teilnehmenden individuell im Hotel.
Das Kursgeld wird von der ZHAW verrechnet.
Der Kurs wird durchgeführt von der SMGP in Zusammenarbeit mit:
- Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften,Fachgruppe Phytopharmazie
- UniversitätsSpital Zürich, Institut für für komplementäre und integrative Medizin
- Forschungsinstitut für biologischen Landbau FibL in Frick

Anmeldung Kurs 1 und Hotelreservation
Es können keine Anmeldungen mehr entgegen genommen werden. Der Kurs ist bereits überbucht. Kurs 1 wird im nächsten Jahr erneut durchgeführt und zwar vom 28. - 30. Mai 2020. Gleiches Programm. Gleicher Ort. Ausschreibung und Möglichkeit zur Anmeldung auf dieser Website unter Fähigkeitsprogramm spätestens ab Ende April.